Endgehalt bei häufigem Jobwechsel
150.852 €
5 job switches
Endgehalt beim Verbleib
97.500 €
3 % jährliche Erhöhung angenommen
Zusätzlicher Verdienst
53.352 €
+54.7%
Ergebnisse dienen nur zur Information.
Warum ein Stellenwechsel interne Erhöhungen schlägt
Interne Erhöhungen orientieren sich an dem, was Sie bereits verdienen. Externe Angebote orientieren sich am Markt. Über ein Jahrzehnt verzinst sich dieser Unterschied zu einer Lücke, die die meisten größer finden als erwartet.
So wird gerechnet
- Verzinst eine bescheidene Jahreserhöhung über den Zeitraum und zeigt so den Bleiben-Pfad.
- Verzinst dieselbe Erhöhung, ersetzt sie in Wechseljahren aber durch einen größeren Sprung.
- Vergleicht die beiden Endgehälter — dort wird der Zinseszinseffekt sichtbar.
bleiben = Gehalt × (1 + interne Erhöhung)^Jahre
wechseln = interne Erhöhung in normalen Jahren,
Wechselsprung in den Wechseljahren
typisch: intern 3%, externer Sprung 15% alle drei JahreRechenbeispiel
Start bei 90.000 über neun Jahre: intern 3% jährlich, gegenüber einem Wechsel in jedem dritten Jahr mit 15% Sprung.
- bleiben: 90.000 × 1,03⁹ = 117.430
- wechseln: 3% in Jahr 1–2, dann 15% in Jahr 3, wiederholt
- nach dem ersten Wechsel (Jahr 3): 109.803
- nach dem zweiten (Jahr 6): 133.962
- nach dem dritten (Jahr 9): 163.440
163.440 gegenüber 117.430 — eine Lücke von 46.011, also 39% mehr, aus drei Wechseln. Der Vorteil stammt fast vollständig aus dem Zinseszins: jeder Wechsel hebt die Basis, auf die jede spätere Erhöhung wirkt.
Das Ergebnis lesen
- Modelliert wird nur das Gehalt. Häufige Wechsel kosten Vesting-Cliffs, Vorsorgekontinuität, angesparten Urlaub, Kündigungsschutz und internen Ruf — nichts davon steckt in der Rechnung. Gerade Beteiligungen sind so gebaut, dass frühes Gehen bestraft wird.
- Die 15% sind nicht garantiert. Sie spiegeln einen Markt, auf dem Sie gefragt sind; in einem schwachen Markt bieten externe Wechsel womöglich nichts über Ihrem jetzigen Gehalt, und der gesamte Vorteil verschwindet.
- Ständig neu zu sein kostet real. Die ersten sechs Monate in jeder Rolle sind produktivitätsschwächer und stressiger, und ein Muster sehr kurzer Stationen wirft im Recruiting irgendwann Fragen auf.
- Interne Erhöhungen lassen sich nachverhandeln. Ein glaubwürdiges externes Angebot ist der stärkste Hebel, den die meisten je haben — manchmal dient die Rechnung oben besser als Argument fürs Bleiben denn als Grund zu gehen.
Häufige Fragen
- Ist ein Wechsel finanziell immer besser?
- Nicht immer, aber der Zinseszinseffekt ist real und groß. Im Beispiel bringen drei Wechsel in neun Jahren 39% mehr Gehalt. Dagegen stehen nicht gevestete Beteiligungen, verlorene Kontinuität und das Risiko eines misslungenen Wechsels — weshalb die Rechnung ein Ausgangspunkt und keine Anweisung ist.
- Wie oft ist zu oft?
- Es gibt keine feste Regel, doch wiederholte Stationen unter etwa achtzehn Monaten fallen auf, und Vesting-Cliffs bedeuten, dass ein Weggang vor dem ersten Jahrestag oft alles Zugeteilte kostet. Zwei bis vier Jahre fangen meist den größten Teil des Zinseszinsvorteils ohne die Nachteile ein.