Break-even-Rechner
Wie viele Einheiten müssen Sie verkaufen, um Gewinn zu machen? Berechnen Sie den Break-even-Punkt.
Leitfaden zum Break-even
Was ist der Break-even-Punkt?
Der Break-even-Punkt ist die Mindestzahl an Produkten oder Leistungen, die ein Unternehmen verkaufen muss, um alle Kosten zu decken. Ab diesem Punkt beginnt die Tätigkeit Gewinn abzuwerfen – jeder weitere Verkauf bringt Ertrag. Der Break-even ist die Grundlage jedes Businessplans, denn er zeigt, wie viel verkauft werden muss, damit sich das Vorhaben lohnt. Die Formel teilt die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag (die Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Stückkosten).
Kostenarten im Unternehmen
Fixkosten fallen unabhängig vom Absatz an – Miete, Verwaltungsgehälter, Versicherungen, Abschreibungen auf Anlagen oder Nebenkostenabrechnungen. Variable Kosten wachsen proportional zum Absatz – Materialkosten, Transport, Vertriebsprovisionen oder Verpackung. Fix- und variable Kosten korrekt zu trennen, ist für eine belastbare Break-even-Rechnung und die Finanzplanung entscheidend.
Deckungsbeitrag und Verkaufspreis
Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis je Einheit und den variablen Kosten. Je höher er ist, desto weniger Einheiten müssen für den Break-even verkauft werden. Berücksichtigen Sie bei der Preisbildung nicht nur die Herstellkosten, sondern auch den Zielgewinn und einen Sicherheitspuffer für unerwartete Ausgaben. Analysieren Sie zudem die Preise der Wettbewerber und bleiben Sie bei Großhandelsverhandlungen flexibel.
Praktische Anwendungen
Der Break-even hilft bei zentralen unternehmerischen Entscheidungen: Wie viel muss ein Restaurant einnehmen, um die Miete zu decken? Wie viele Kunden braucht ein Friseursalon täglich? Wie verändert sich der Break-even bei Mieterhöhungen oder steigenden Materialpreisen? Ihn regelmäßig neu zu berechnen, hilft, finanzielle Probleme früh zu erkennen und auf Marktveränderungen zu reagieren. Für die Planung jedes neuen Vorhabens ist er unverzichtbar.
10% mehr Preis senken den Break-even um 18%. 10% weniger Kosten schaffen 10%
Der Break-even ist der Punkt, an dem der Deckungsbeitrag die Fixkosten deckt, und die drei Hebel darauf sind nicht gleich stark. Eine Preiserhöhung schlägt vollständig auf den Deckungsbeitrag durch, während eine Fixkostensenkung den Break-even genau um das Gekürzte verschiebt. Bei typischen Zahlen macht das den Preis fast doppelt so wirksam.
So wird gerechnet
- Berechnet die zur Deckung der Fixkosten nötige Stückzahl aus Preis und variablen Stückkosten.
- Rechnet das in einen Umsatzwert um, den die meisten tatsächlich verfolgen.
- Vergleicht die drei Hebel — Preis, variable Kosten, Fixkosten — auf gleicher Grundlage.
Deckungsbeitrag = Preis − variable Stückkosten Break-even in Stück = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag Break-even-Umsatz = Break-even-Stück × Preis Preisänderungen treffen die Marge, nicht nur die Erlösseite
Rechenbeispiel
5.000 monatliche Fixkosten, ein Preis von 40 und 22 variable Kosten je Stück.
- Deckungsbeitrag: 40 − 22 = 18
- Break-even: 5.000 ÷ 18 = 278 Stück, also 11.120 Umsatz
- Preis +10% → 228 Stück, ein Rückgang um 18,2%
- variable Kosten −10% → 248 Stück, ein Rückgang um 10,9%
- Fixkosten −10% → 250 Stück, ein Rückgang um exakt 10%
Dieselben 10% auf den Preis nehmen 18,2% der Break-even-Menge, gegenüber 10% bei den Fixkosten. 4 auf einen Deckungsbeitrag von 18 sind ein Plus von 22,2% — daher die überproportionale Wirkung.
Das Ergebnis lesen
- Das ist das arithmetische Argument, eine Preiserhöhung zu testen, bevor irgendetwas gekürzt wird. Ein Plus von 10% muss keinen Kundenverlust von 10% überstehen, um sich zu lohnen — bei dieser Marge darf bis zu 18% Menge wegfallen und der Gewinn bleibt gleich.
- Fixkosten verschieben den Break-even eins zu eins, was sie berechenbar, aber schwach macht. Sie anzugehen lohnt weiterhin, wo sie wirklich verzichtbar sind — doch ihr Abbau ist Arithmetik, kein Hebel.
- Die variablen Kosten liegen dazwischen und sinken meist mit der Menge über Lieferantenkonditionen. Das erzeugt einen sich verstärkenden Kreis, den die anderen beiden Hebel nicht haben, erfordert aber Größe.
- Der Break-even unterstellt ein Produkt und einen stabilen Mix. Bei mehreren Produkten mit verschiedenen Margen muss mit dem Mix gewichtet werden — und eine Verschiebung zur margenschwachen Linie hebt den Break-even, ohne dass Preis oder Kosten sich ändern.
Häufige Fragen
- Welchen Hebel zuerst ziehen?
- Den Preis, wenn der Markt es zulässt, denn nur er verbessert die Marge statt der Basis. Testen Sie ihn in einem Segment statt überall auf einmal — hier müssen über 18% Menge wegfallen, bevor sich ein Plus von 10% nicht mehr lohnt.
- Warum steigt mein Break-even, obwohl sich nichts geändert hat?
- Meist der Produktmix. Verschiebt sich der Absatz zu einer margenschwächeren Linie, fällt der gewichtete Deckungsbeitrag und der Break-even steigt, obwohl jeder einzelne Preis und jede Kostenposition gleich blieb. Das lohnt zu prüfen, bevor man schleichende Kosten vermutet.