Rechner für Gehaltsverhandlungen

Bewerten Sie die Erfolgsaussichten einer Gehaltsverhandlung.

Erhöhung:$20000
Erhöhung in %:25.0%
Mitte der Spanne:$92000
Status:Über der Spanne

Was eine einzige Verhandlung über eine Laufbahn wert ist

Ein Einstiegsgehalt ist keine einmalige Zahlung. Es ist die Basis, mit der sich jede spätere Erhöhung multipliziert — eine am ersten Tag vereinbarte Lücke bleibt also bestehen und verzinst sich, solange Sie auf dieser Bahn bleiben.

So wird gerechnet

  • Verzinst die Differenz zweier Einstiegszahlen über die Jahre, die Sie zu arbeiten erwarten.
  • Summiert die Mehrverdienste Jahr für Jahr, statt nur die Endgehälter zu vergleichen.
  • Ergänzt den Arbeitgeberbeitrag zur Vorsorge, der mit dem Gehalt skaliert und leicht vergessen wird.
Mehrverdienst gesamt = Lücke × ((1 + Steigerungsrate)^Jahre − 1) ÷ Steigerungsrate

das ist die Summe der jährlich mitwachsenden Lücke,
nicht bloß die Lücke am Ende

Vorsorgeeffekt = Mehrverdienst gesamt × Arbeitgeberbeitragssatz

Rechenbeispiel

90.000 anzunehmen statt auf 95.000 zu verhandeln, bei 3% jährlicher Steigerung über einen Zwanzigjahreshorizont.

  1. Lücke = 5.000 zu Beginn
  2. jedes Jahr wächst die Lücke selbst um 3%, da Erhöhungen prozentual sind
  3. Mehrverdienst gesamt = 5.000 × (1,03²⁰ − 1) ÷ 0,03
  4. = 5.000 × 26,87 = 134.352
  5. Arbeitgebervorsorge mit 5% ergänzt weitere 6.718

Ein Gespräch ist über zwanzig Jahre rund 141.000 wert. Die Lücke schließt sich nie von selbst, weil jede folgende prozentuale Erhöhung auf die niedrigere Basis wirkt.

Das Ergebnis lesen

  • Über die Basis zu verhandeln schlägt einen Antrittsbonus. Ein Bonus wird einmal gezahlt; die Basis verzinst sich, solange Sie bleiben, und wandert in die nächste Rolle mit, denn die erste Frage dort lautet meist, was Sie derzeit verdienen.
  • Das Risiko ist asymmetrisch zu Ihren Gunsten. Angebote werden äußerst selten zurückgezogen, weil jemand höflich mehr gefragt hat, während sofortiges Annehmen Ihnen zuverlässig das untere Ende der genehmigten Spanne sichert.
  • Nennen Sie eine Spanne statt einer Zahl und verankern Sie sie an Marktdaten, nicht an Ihrem jetzigen Gehalt. Zuerst das eigene Gehalt zu nennen überlässt dem Arbeitgeber den Anker und kostet meist genau die Differenz.
  • Dies unterstellt eine einzige Bahn. Ein Stellenwechsel setzt die Basis auf das zurück, was Sie beim nächsten Mal verhandeln — weshalb sich dieselbe Fähigkeit wiederholt auszahlt und nicht nur einmal.

Häufige Fragen

Lohnt Verhandeln wirklich wegen ein paar Tausend?
Ja, und mit deutlichem Abstand. Im Beispiel werden aus 5.000 Differenz 134.352 Mehrverdienst über zwanzig Jahre, plus Vorsorge. Die absolute Zahl am Anfang täuscht gerade deshalb, weil der Effekt multiplikativ und nicht additiv ist.
Was, wenn das Angebot zurückgezogen wird?
Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein sachlicher, gut recherchierter Gegenvorschlag ein Angebot kostet. Arbeitgeber rechnen mit einem Gegenvorschlag und haben meist Spielraum über ihrer ersten Zahl. Das größere Risiko ist sofortiges Annehmen, das Sie verlässlich ans untere Bandende setzt.