Datenmengen-Umrechner
Zwischen Datengrößen umrechnen.
Leitfaden zu Datengrößeneinheiten
Grundeinheiten
Ein Byte (B) ist die Grundeinheit digitaler Information und entspricht 8 Bit. Ursprünglich stand ein Byte für ein einzelnes Zeichen im Computer, heute ist es die Standardeinheit zur Datenmessung. Alle größeren Einheiten sind Vielfache von 1024 (nicht 1000), da Computer binär arbeiten. Kilo-, Mega-, Giga-, Tera- und Petabyte sind die nächsten Stufen, jede 1024-mal größer als die vorherige. Diese Konvention stammt aus den Anfängen der Informatik und ist tief in der Rechnerarchitektur verankert.
Decimal vs binary system difference
Zwischen der Marketing- und der Informatiksicht auf Größen besteht ein wichtiger Unterschied. Festplattenhersteller verwenden das Dezimalsystem (1 GB = 1.000.000.000 Byte), Betriebssysteme dagegen das Binärsystem (1 GiB = 1.073.741.824 Byte). Das erklärt, warum eine als 500 GB beworbene Platte im System als etwa 465 GiB erscheint. Internationale Normungsorganisationen haben neue Präfixe (Kibi, Mebi, Gibi, Tebi, Pebi) eingeführt, um diese Mehrdeutigkeit aufzulösen.
Anwendungen der Einheiten
Byte sind heute allgegenwärtig: Textdokumente passen in Kilobyte, Smartphone-Fotos belegen einige Megabyte und HD-Filme Gigabyte. Im Zeitalter von Cloud Computing und Big Data sind Terabyte und Petabyte zum Standard für Rechenzentren und Unternehmen geworden. So fasst 1 TB etwa 500 Stunden HD-Video oder 250.000 hochauflösende Fotos. 1 PB ist bereits eine gewaltige Kapazität, ausreichend für die Daten einer ganzen Universität oder Streaming-Plattform.
Exabyte und darüber hinaus
Mit der Entwicklung von Technik und Datenmengen entstehen neue Einheiten. Ein Exabyte (EB) sind 1.000.000.000.000.000.000 Byte (eine Trillion) und dient zur Messung des weltweiten Internetverkehrs. Zetta- (ZB) und Yottabyte (YB) sind Einheiten für künftige Anwendungen und theoretische Berechnungen. Schätzungen zufolge werden die weltweiten Daten bis 2025 über 180 Zettabyte betragen. Interessanterweise ist die Gesamtkapazität aller Festplatten weltweit deutlich geringer als die jährlich erzeugte Datenmenge.
Praktische Tipps
Berücksichtigen Sie bei der Wahl von Speichermedien oder der Planung von Speicherplatz den Unterschied zwischen angegebener und verfügbarer Kapazität. Ein Teil des Platzes belegen stets Dateisystem und Software. Im Alltag hilft die Faustregel: 1 MB entspricht etwa einer Million Textzeichen, 1 GB rund einer Stunde Musik und 1 TB etwa 1300 CDs. In der Cloud ist der Datentransfer oft begrenzt – Kapazität ist also nicht alles, auch die Verbindungsgeschwindigkeit zählt.