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Wie viel Strom verbraucht ein Gerät? Berechnen Sie die Energiekosten.

Wohin der Strom im Haushalt tatsächlich geht

Verbrauch ist Wattzahl mal Stunden, und die Überraschung ist stets, welche Geräte dominieren. Es sind fast nie die, um die man sich sorgt — Beleuchtung und Kleingeräte sind Rundungsfehler neben allem, was heizt, kühlt oder trocknet.

So wird gerechnet

  • Rechnet Leistungsaufnahme und tägliche Nutzungsstunden eines Geräts in Jahreskilowattstunden um.
  • Gibt jeden Wert als Anteil an einem typischen Haushaltstotal an, damit der Vergleich verhältnismäßig statt abstrakt bleibt.
  • Behandelt Dauerlasten wie Kühlschrank und Standby getrennt von gelegentlichen wie einem Trockner.
Jahres-kWh = (Watt ÷ 1000) × Stunden pro Tag × 365

bei saisonaler Nutzung 365 durch die tatsächlich genutzten Tage ersetzen

typisches Haushaltstotal: rund 3.500 kWh im Jahr
Anteil = Geräte-kWh ÷ Haushaltstotal

Rechenbeispiel

Fünf Lasten auf derselben Basis verglichen, gegen einen Haushalt mit 3.500 kWh im Jahr.

  1. LED-Lampe, 9 W für 5 h/Tag → 16,4 kWh (0,5%)
  2. Kühlschrank, im Mittel 30 W durchgehend → 263 kWh (7,5%)
  3. Standby-Lasten von zusammen 50 W durchgehend → 438 kWh (12,5%)
  4. Durchlauferhitzer, 8.500 W für 10 min/Tag → 517 kWh (14,8%)
  5. Wäschetrockner, 2.500 W für 1 h/Tag → 913 kWh (26,1%)

Allein der Trockner ist ein Viertel des Haushaltstotals, und Standby ist das Sechsundzwanzigfache der Lampe. Der Beleuchtung nachzujagen, während täglich getrocknet wird, optimiert das falsche Ende der Liste um zwei Größenordnungen.

Das Ergebnis lesen

  • Die Einschaltdauer zählt mehr als das Typenschild. Ein mit 100 W beschrifteter Kühlschrank zieht nicht durchgehend 100 W — der Kompressor taktet und liegt im Mittel vielleicht bei 30 W. Ein Wasserkocher mit 3.000 W zieht wirklich 3.000 W, aber nur drei Minuten.
  • Standby ist real, aber überschaubar. Fünfzig Watt Dauerlast sind 438 kWh im Jahr, das lohnt eine schaltbare Steckdosenleiste — doch ein täglich genutzter Trockner übertrifft das um das Doppelte. Erst die großen Posten.
  • Saisonale Lasten brauchen saisonale Rechnung. Ein Heizlüfter mit 2.000 W für 5 Stunden über einen 120-Tage-Winter sind 1.200 kWh — mit 365 Tagen zu rechnen überzeichnete das um das Dreifache.
  • Messen statt schätzen, wenn es darauf ankommt. Ein Energiemessgerät für die Steckdose kostet wenig und entscheidet Streitfragen zu einem bestimmten Gerät weit besser als jede Typenschildangabe.

Häufige Fragen

Ist Standby wirklich teuer?
Mäßig. Fünfzig Watt Standby sind 438 kWh im Jahr — echtes Geld und eine schaltbare Leiste wert. Es ist aber weniger als ein täglicher Trocknerlauf und sollte deshalb nicht das Erste sein, was Sie angehen.
Warum passt meine Rechnung nicht zu dieser Kalkulation?
Meist Heizung oder Warmwasser, die die meisten Rechnungen dominieren und bei einer Geräteliste leicht fehlen. Grundgebühren und ein Tarif, der vom Schlagzeilenpreis abweicht, erklären den Rest.