Schätzen Sie monatliche und jährliche Stromkosten.
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Was ein Gerät im Betrieb wirklich kostet
Die Betriebskosten sind Wattzahl mal Stunden mal Ihr Arbeitspreis. Die Rechnung ist trivial; überraschend ist, welche Geräte die Rechnung dominieren — und es sind fast nie die vermuteten.
So wird gerechnet
- Rechnet die Leistungsaufnahme in Watt auf Kilowatt um, multipliziert mit den Nutzungsstunden und mit Ihrem Preis je kWh.
- Skaliert das Ergebnis auf Tag, Monat und Jahr, denn die Jahreszahl ist die handlungsrelevante.
- Nutzt Ihren eigenen Tarif statt eines Landesmittels, das um den Faktor zwei abweichen kann.
kWh = (Watt ÷ 1000) × Stunden Kosten = kWh × Preis je kWh jährlich = Tageskosten × 365 Wärme kostet: alles, was heizt oder kühlt, dominiert Wasserkocher 3000 W Trockner 2500 W Backofen 2000 W Kühlschrank 100 W (läuft aber dauernd) LED-Lampe 9 W
Rechenbeispiel
Ein Elektroheizer mit 2000 W, im Winter 5 Stunden täglich, bei 0,28 je kWh.
- 2000 ÷ 1000 = 2 kW
- 2 × 5 = 10 kWh pro Tag
- 10 × 0,28 = 2,80 pro Tag
- über einen 120-Tage-Winter: 2,80 × 120 = 336
336 für einen Heizer in einem Winter. Zum Vergleich: eine 9-W-LED-Lampe, ein ganzes Jahr lang täglich 5 Stunden an, kostet etwa 4,60 — der Heizer kostet in vier Tagen mehr als die Lampe im Jahr.
Das Ergebnis lesen
- Standby-Verbrauch existiert, ist aber klein. Eine Reihe von Geräten im Standby kostet vielleicht 20–50 im Jahr; ein einziger Durchlauferhitzer oder Trockner schlägt das in Wochen. Jagen Sie die Wärme, nicht die kleinen roten Lämpchen.
- Die Wattzahl auf dem Typenschild ist Spitzenaufnahme, nicht Dauerlast. Ein Kühlschrank mit 100 W taktet und liegt im Mittel vielleicht bei 30 W; ein Wasserkocher mit 3000 W zieht tatsächlich 3000 W, aber nur drei Minuten.
- Prüfen Sie, ob Ihr Tarif unterschiedliche Tag- und Nachtpreise hat. Spülmaschine oder Waschmaschine nachts laufen zu lassen kann die Kosten halbieren — ohne Verhaltensänderung außer einer Zeitvorwahl.
- Der Arbeitspreis hier ist das, was Sie tatsächlich zahlen, inklusive auf den Verbrauch umgelegter Grundgebühr, nicht der Schlagzeilenpreis — bei geringem Verbrauch unterscheidet sich das deutlich.
Häufige Fragen
- Welches Gerät sollte ich zuerst ansehen?
- Alles, was heizt, kühlt oder trocknet. Elektroheizung, Wäschetrockner, Boiler und Durchlauferhitzer dominieren fast jede Rechnung. Beleuchtung und Elektronik sind dagegen Rundungsfehler, obwohl sie die meiste Aufmerksamkeit bekommen.
- Ist es günstiger, die Heizung den ganzen Tag niedrig laufen zu lassen?
- In der Regel nein. Ein Haus verliert umso schneller Wärme, je wärmer es im Verhältnis zu draußen ist; dauerhaft warm zu halten verliert also mehr Wärme insgesamt als bedarfsweises Aufheizen. Ausnahme ist ein sehr gut gedämmtes Haus mit Wärmepumpe, wo gleichmäßiger Niedertemperaturbetrieb effizienter sein kann.